John of John

Veröffentlicht am 6. September 2026 um 17:20

von Douglas Stuart

Mein Leseeindruck:

John of John erzählt die Geschichte von Cal, der nach seinem Studium auf dem Festland in das Haus seiner Kindheit auf einer schottischen Insel zurückkehrt. Er zieht wieder bei seinem alleinerziehenden, streng religiösen und unerbittlichen Vater ein. Seine Großmutter, Ella, wohnt ebenfalls in dem Haus in der rauen und kahlen Landschaft. Cal fühlte sich wenig verstanden und einsam. Der Vater verdient sein weniges Geld mit Schafzucht und mit dem Weben von Tweed aus gefärbter Schafswolle.

Langsam entfaltet sich nach und nach die Geschichte der Familienmitglieder in einem abgelegenem Dorf. Er beschreibt die Figuren in einer isolierten, vom Calvinismus geprägten, zutiefst misogynen und homophoben Inselgemeinschaft. Das war sehr hart zu lesen, aber in jedem Fall fand ich es authentisch. 

Eine Geschichte voller Familiengeheimnisse, Scham, Einsamkeit und Schmerz, aber auch eine Geschichte von Liebe.

John of John von Douglas Stuart, übersetzt von Sophie Zeitz, 560 Seiten, Hanser Berlin

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