All die Farben, all das Licht

Veröffentlicht am 16. August 2026 um 12:09

von Cora Wucherer

Mein Leseeindruck:

All die Farben, all das Licht erzählt eine Geschichte über das Erwachsenwerden, Schwesternschaft und Schicksalsschläge, die eine junge Frau dazu zwingen über sich hinaus zu wachsen.

Juna leidet an dem Usher-Syndrom, eine erblich bedingte Hörsehbehinderung, die sich im Teenageralter stark verschlechtert. Juna ist zu Beginn des Debütromans von Cora Wucherer 17 Jahre alt und lebt mit ihrem Vater und ihrer Schwester Martha zusammen, die 13 Jahre alt ist. Die Mutter ist bei Marthas Geburt verstorben und über sie wird in der kleinen Familie geschwiegen. Die beiden Schwester leben zwar in einem Zimmer zusammen, haben aber keine innige Verbindung zueinander.

Juna hat Talent beim Malen und wird seit ihrer Kindheit gefördert. Sie will an der Münchner Kunsthochschule studieren. Die unbekannte Künstlerin Lotta Laserstein ist ihr Vorbild. Der Roman zeigt sehr berührend und authentisch auf, wie Juna mit ihrer Diagnose umgeht und wie sich die Sicht auf die Krankheit im Laufe der Zeit verschiebt. Man merkt dem Roman an, dass die Autorin gut recherchiert hat.

Die Geschichte wird mulltiperspektivisch erzählt, alle Familienmitglieder kommen zu Wort. Man lernt so die einzelnen Mitglieder der Familie gut kennen.

Vor allem hat mich sehr berührt, wie die Beziehung der Schwestern sich im Laufe der Geschichte verändert. Der Erzählstil und die Sprache haben mir es leicht gemacht, an der Erzählung dranzubleiben.

Das Ende hat diese emotionale und mitreißende Geschichte gut abgerundet. Eine Leseempfehlung.

Vielen lieben Dank an vorablesen.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 

All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer, 320 Seiten, Klett-Cotta.

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